Jugend-WM 2012

Jugendweltmeisterschaft in Singapore

Bericht und Fotos von Amanda Rohner

Die Wettkampfwand am Strand
Die Wettkampfwand am Strand

11 junge Schweizer und Schweizerinnen reisten dieses Jahr an die Jugendweltmeisterschaft im Sportklettern nach Singapur. Dies war meine letzte Jugend-WM an der ich starten durfte, jetzt bin ich leider zu alt. Trotzdem war Singapur ein einmaliges Erlebnis und gute Gelegenheit sich von der jungen, spassigen Atmosphäre zu verabschieden.

Chunkey Monkey macht sich in unserem Zimmer breit...
Chunkey Monkey macht sich in unserem Zimmer breit…

Nach einem langen Flug und ohne Nacht starteten wir um 6 Uhr in Singapur unseren Tag. Obwohl das Hotel äusserst schön und der Pool sehr verlockend war, ging es erst los auf Sightseeing Tour. Es lohnte sich, denn Chinatown, Little India sowie die Skyline zeigte die Vielfältigkeit der ganzen Insel. Unsere Tour führte uns vom Businessviertel und riesigen eisgekühlten Einkaufszentren bis in vollgestopfte, dreckige aber belebte Foodmarkets und heruntergekommene Viertel in den ärmeren Gegenden. Meine Teamkollegin und ich erlebten unvergessliche Momente als wir zum Beispiel während einer Thaimassage um unser Leben bangten; die Psychopatin äää, Therapeutin, hatte wohl etwas zu viel gekifft. Auch der Besuch von Chunkey Monkey, ein sehr gefrässiger Affe, in unserem Hotel Zimmer ist erwähnungswert, denn er zeigte uns wie’s geht: Die Glassfassade an feinsten Leisten hochkraxeln und oben angekommen frech grinsen. Inspiriert von seinen Ess-und Kletterkünsten starteten wir in den Wettkampf.

Amanda im Halbfinale
Amanda im Halbfinale

Der Jetlag, die feuchte Hitze und die Wand draussen direkt am Strand auf der Vergnügungsinsel von Singapore liessen uns beinahe den Ernst der Lage vergessen. Trotzdem konnten sich 10 von 11 weiter für’s Halbfinale qualifizieren. Wir hatten sogar mehrere Top Ten Platzierungen, also gute Chancen auf Finalplätze der besten 8. Wie auch immer wollte es nicht so sein. Nach dem Halbfinal, welches übrigens einen halben Tag verspätet durchgeführt werden musste „due to heavy rainstorms“, sah die Rangliste aus Schweizer Sicht etwas unglücklich aus: kein einziger Finalplatz. In den letzten drei Jahren konnte ich mich jeweils für’s Finale qualifizieren, dieses Jahr verpasste ich es knapp und wurde 9.

Auch Gian-Luca Grichting, unser schnellster Speedkletterer aus Pany, hatte Pech. Ein kleiner Startfehler kostete ihm den zu Recht erhofften Podestplatz, den er wahrscheinlich mit seiner persönlichen Bestzeit hätte erreichen können. Er landete trotzdem auf dem guten 10. Platz.

Ein Teil des Swiss Team's
Ein Teil des Swiss Team’s

Zum Glück half uns der Strand, das Meer, der Pool und der Austausch mit den Athleten aus der ganzen Welt die bitteren Resultate bald zu vergessen. Auch wenn ich leider die nächsten Jahre nicht mehr dabei sein kann, bin ich überzeugt, dass das Schweizerteam mit den neuen, jungen „Wilden“ im Anmarsch viele tolle Ergebnisse und Erfahrungen sammeln wird!

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